Wencke is getting tougher / Auge um Auge oder die Ballade vom Trainerhass


Eines einmal grundsätzlich vorab:

 

Wencke und ihr Personal Trainer Erik Eichholz schätzen sich gegenseitig sehr und mögen sich auch noch, zumindest temporär. Das allerdings irgendwann einmal die ersten nervenden Trainingseinheiten auf die Beiden zukommen würden, bei denen möglicherweise auch einmal die Fetzen fliegen, war nur eine Frage der Zeit. Und dass sich auch physisch und psychisch so Einiges an Veränderungen bei Wencke einstellen würde, mit allen positiven wie negativen Nebeneffekten, war auch abzusehen.

ungläubiges Quittieren irritierender Traineranweisungen

Die gute Nachricht:

 

Die Fetzen sind nicht geflogen, obwohl der aufmerksame, Wenckes Gesundheit immer im Auge behaltende, in der Sache aber unnachgiebige Trainer Anfang Juli erleben durfte, wie sich der lodernde "Hass" einer im Zeichen des Steinbocks Geborenen anfühlt.

 

Nach dem Ende des RATS-RUNNERS in Walldorf, bei dem Wencke ihre erste Bewährungsprobe mit Bravour bestand, steht nun der neue Trainingsplan zur Debatte und der ist sehr sehr hart.

Neben regelmäßigen Freeletics-Trainingseinheiten im Gruppen- oder Einzeltraining, übrigens gern auch mal im Uferschlamm des Stotternheimer Baggersees, immer und immer wiederkehrenden Belastungs- und Widerstandsläufen mit und ohne luftreduzierende Trainingsmaske, Techniktraining zur Überwindung von Hindernissen und beinharten Krafteinheiten, spielt die Ernährung und natürlich die Disziplin eine wichtige Rolle. Wenn man jetzt noch das Ganze in seinen Arbeits- und Lebensrhythmus integriert und gelegentlich auch mit Muskelkater und anderen Schmerzen von Kopf bis Fuß adäquat umgehen muss, kann schonmal der Punkt kommen, an dem man einfach nur noch genervt ist.

 

Naja, relativieren wir mal.

Eindrücke aus Wenckes Trainingsalltag

Wencke und Erik frotzeln gern miteinander und aneinander herum und spielen sich, verbal gesehen, gern die Bälle zu. Beiden ist trockener und schwarzer Humor nicht unbedingt fremd. Ganz im Gegenteil. Das passt auch, denn die Härte des Trainings verlangt bei aller gegebenen Professionalität selbstverständlich nach einem Maximum an Vertrauen und der Möglichkeit, auch einmal "Dampf ablassen" zu können. Und wer wenn nicht wir kann verstehen, wenn Kopfschmerzen, Krämpfe und Ermüdungserscheinungen die Laune so weit in den Keller ziehen, dass alles nur noch nervt, selbst die wohlmeinenden Worte und die vermeintlich bizarren Übungseinfälle des Trainers.

 

Sei es drum.

Wencke ist eine Kämpferin und aufgeben ist, wenn überhaupt, die letzte aller Optionen. Selbstverständlich darf sie auch gernervt sein, bei dem Trainingspensum, das die bewältigt. Das ist übrigens 1 : 1 die Einstellung ihres Personal Trainers Erik Eichholz.

Allerdings hat Wenckes Gesundheit für alle seine Entscheidungen, die im Zusammenhang mit der Wettkampfvorbereitung stehen, oberste Priorität. Nichts ist wichtiger.

Training, Training nochmals Training

Jedem Beteiligten, übrigens auch den Lesern dieses Blogs ist klar, dass Wenckes aktuelles Training nicht mit "normalem" Fitnesstraining zu vergleichen ist. Trotzdem sind die Spannung und das Interesse daran, wie sie sich letztlich schlagen wird, deutlich zu spüren.

 

Auch hier wieder eine gute Nachricht:

Das Nerven hat ein Ende!

 

Na gut, der Ernährungsplan wird wohl nochmal Gegenstand von Diskussionen sein.

Sicherlich ist auch Vorsicht geboten, wenn zum Beibringen schwerwiegender Verletzungen geeignetes Übungsequipment in Wenckes Hände fällt, dessen Einsatz mit von Sympathie dem Trainer gegenüber getragenen Formulierungen wie: "Ich zieh Dir das Ding übern Kopp!" angekündigt wird.

Tja, und nicht nur die nicht immer schmerzfreien Faszienbehandlungen und Massagen werden zu einem liebevollen "Vogelzeig", wie beim obersten Bild deutlich zu erkennen, führen.

 

Nein, auch in Zukunft werden im Trainingsprozess zärtliche Worte über Wenckes Lippen kommen, wie:

"Du hast doch 'ne Meise."

 

Und Ihr Personal Trainer wird ebenso zärtlich und sehr liebevoll erwidern:

"Mach hinne!", "Diskutier' nicht so viel!" oder "Wie oft denn noch: Rücken gerade".

 

Und das ist gut so!

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Kommentare: 17
  • #1

    Waltraud Czerpinski (Donnerstag, 14 Juli 2016 10:32)

    Ich glaube mit Ihrem Personal-Trainer liegen Sie goldrichtig, Wenke. in solchen Stress-Situationen lernt man die Menschen kennen und ich habe den Eindruck, dass das gut läuft, auch wenn er hart zu sein scheint. Ich glaube, da sind Sie in guten Händen. Mein Mann traut sich zwar nicht, hier zu kommentieren, aber er musste wegen dem Text schmunzeln, so wie ich.

  • #2

    Thomas C. (Donnerstag, 14 Juli 2016 10:35)

    Von wegen...meine Frau übertreibt mal wieder. Aber wir drücken Ihnen die Daumen.

  • #3

    Annett Neumann (Donnerstag, 14 Juli 2016 13:03)

    Ich kenne dieses Menschlein, aus der Gattung der Steinböcke...manchmal schwierig zu händeln, wegen der Hörner, aber genau damit kommt man durch jede Wand. ..Sie hat sich zu einer Kampf "sau" entwickelt....und ich finde es toll....mach weiter so

  • #4

    Sven Müller (Donnerstag, 14 Juli 2016 13:56)

    Ich habe das hier heute zum erstenmal alles gelesen, aber Waltraut gebe ich recht. Ich kenne ihren Trainer. Der ist hart, aber weiß wovon er redet. Der Anett kann ich nur sagen, dass er noch eine viel sclimmere "Kampfsau" ist als Wencke, im positiven Sinne. Das hat sich das Mädel genau den richtigen geholt. Mir hat er bei meiner Schulter geholfen. Alles prima seitdem. Viele Grüße übrigens, auch an die junge Frau.

  • #5

    Britta Sander (Donnerstag, 14 Juli 2016 15:03)

    Sehr lustiger Blog Eintrag Wencke. Wenn Dein Trainer und Du Euch gegenseitig hochnehmen könnt, ist das ein sehr gutes Zeichen. Meine Schwester ist übrigens auch Steinbock. Somit kann ich ein wenig verstehen, was Frau Neumann meint. Solange Du auf dem Teppich bleibst, ist alles gut. Aber lass Dir mal eins sagen: Wenn Dich ein Weichei oder Bübchen trainieren würde, wärst Du total unzufrieden, meint übrigens auch mein Schwesterlein. Mach weiter so. Wir schauen weiter zu und lesen eifrig. Viele Grüße aus Berlin.

  • #6

    Frau Pfeiffer (Freitag, 15 Juli 2016 11:06)

    Bei euch scheint es ja lustig zuzugehen. Macht Spaß, den Blog zu lesen. Ich bin letztes Jahr beim Spartan Race gestartet und wollte bei X-Letix noch mitmachen. Ich habe aber total die Lust verloren und hatte einen totalen Pfosten als Trainer. Das habe ich leider nicht rechtzeitig beendet. Sei froh das dein Trainer ein Auge auf dich hat und auf dich und Deine Verfassung achtet. Daran siehst du, dass der Typ professionell ist und nicht nur sein Ding durchzieht. Das hätte ich mir damals auch gewünscht. Ich drücke dir die Daumen.

  • #7

    Ali Baba (Sonntag, 17 Juli 2016 19:59)

    Es ist nicht schlimm, wenn Ihr Euch auch mal nervt. Das Ergebnis ist entscheidend. Da weiß Wencke bestimmt, was sie an ihrem Trainer hat.

  • #8

    Matscher (Montag, 18 Juli 2016 14:16)

    Ich sags doch: Die Kleine rockt!! Lass Deinen Trainer leben, der weiß offensichtlich wo es lang geht!! ;-) Der geht voll klar.

  • #9

    Werner Oppel (Montag, 18 Juli 2016 14:25)

    "...Wenckes Gesundheit immer im Auge behaltende, in der Sache aber unnachgiebige Trainer..." was für eine Formulierung. Sei froh Wenke, wenn Du an einen Trainer gekommen bist, der keine Nase ist. In der Branche tummeln sich ziemlich viele Egos. Da kannst Du echt froh sein, wenn Deiner eine Vertrauensperson ist, der sein Handwerk versteht. Der hält auch aus wenn Du mal genervt bist und umgedreht. Weiter so!!

  • #10

    Miriam (Dienstag, 19 Juli 2016 10:53)

    Viele Grüße an Wencke!! Trainer sind meistens knackige Kerlchen mit einfachem Gemüt und einfachem Kommunikationsverhalten. Ich finde gut, das Deiner ein richtiger Kerl mit Empathie ist. Liest sich zumindest so. Das weisst Du aber am Besten. Ich glaube aber, dass er sich dessen bewusst ist, was eigentlich auch okay ist. Wenn man die letzten 3 Abschnitte liest merkt man das. Das war wirklich lustig. :-)

  • #11

    Matscher (Dienstag, 19 Juli 2016 13:54)

    Hey, labert nicht so viel über den Trainer. Das isn Wenke Blog. Und die kleine rockt.

  • #12

    Sven Müller (Dienstag, 19 Juli 2016 15:17)

    Kampfsau und das männliche Gegenstück :-) Da haben sich zwei gefunden. AaaaaHuuuh!!

  • #13

    Marietta Fleischer (Dienstag, 19 Juli 2016 17:01)

    Der Blog ist sehr interessant. Ich frage mich die ganze Zeit, was passiert, wenn der Wettkampf vorbei ist? Es scheint Ihnen ja Spaß zu machen Wencke, auch wenn Sie wie in diesem Blog Beitrag beschrieben, Ihren Trainer gern zum Mond geschossen hätten. Das pasiert. Wenn Sie sich ansonsten mit ihm vertragen und sich gut verstehen, ist doch alles in Ordnug. Das ist ein Stück weit normal. Ich würde weiter mit ihm trainieren. Er scheint Ihnen gut zu tun. Machen Sie bitte weiter.

  • #14

    Samira Freitag (Donnerstag, 21 Juli 2016 00:56)

    Sehr bemerkenswert, wenn eine Frau bei einem solchen Rennen mitmacht. Ich würde mir das nicht antun, aber ich habe sehr großen Respekt vor der Entscheidung. Das Verhältnis zu ihrem Personal-Trainer ist offensichtlich erstklassig. Glauben Sie mir Wencke: Wenn das alles hier so stimmt, sind Sie in sehr guten Händen. Sie werden nicht instrumentalisiert sondern ernst genommen. Das ist hervorragend und sollte Ihrem Körper und Ihrer Seele gut tun.

  • #15

    Maximilian Braun (Freitag, 22 Juli 2016 14:02)

    Ich bin Sportlehrer von Beruf und bin durch Zufall auf den Blog aufmerksam geworden. Ich finde es gut, wenn Frauen sich auch solchen physischen Herausforderungen wie dem Getting Tough stellen. Zu schaffen ist das, wenn man ordentlich trainiert oder trainiert wird. Wencke, Sie haben sich in professionelle Hände gegeben. Das war die richtige Entscheidung, denn viele unterschätzen das Leistungsniveau. Bei dem von Ihnen ausgewählten Rennen handelt es sich nicht um einen "Spaßlauf", soviel ist sicher. Mit Herrn Eichholz haben Sie einen hoch professionellen Partner gewählt. Er wird Sie niemals im Stich lassen. Dafür verbürge ich mich. Ich habe meine Armeezeit mit diesem Mann durchlebt und glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede. Einmal abgesehen davon, dass es schier unmöglich ist, diesen Menschen kapputt zu spielen, wird er Ihnen gegenüber i m m e r loyal sein und sich für Sie einsetzen. Frau Fleischer kann ich nur zustimmen: Wenn der Wettkampf vorbei ist, sollten Sie weiter mit Ihm trainieren, zumal Sie sich offenkundig gut mit ihm verstehen. Also, alles Gute für Sie. Ich drücke die Daumen für Sie!!

  • #16

    Kevin (Samstag, 06 August 2016 21:21)

    Der Typ ist abgefahren. 24 KM Rennen und dann noch eine Stunde Calisthenics. Und glaubt mal nicht, dass er danebensteht und nix macht. Der zieht von vorne bis hinten komplett durch. Hammerhart am Start der Typ.

  • #17

    Marietta Fleischer (Samstag, 03 September 2016 13:43)

    Wann kommt denn was über den Strongman Run?