Wencke is getting tougher / No Pain No Gain (Teamwork)


Am 20.08.2016 stellte sich Wencke zusammen mit ihrem Personal Trainer Erik Eichholz einer weiteren, äußerst anstrengenden Aufgabe auf dem Weg zum legendären GETTING TOUGH Rennen, das gemeinhin als das härteste Hindernisrennen Europas gilt.

Diesmal war es eines der schwersten Rennen auf unserem Kontinent, dass zu nachtschlafender Zeit, also im Dunkeln, stattfand.

Europas härtester Nachtlauf

Im Vorfeld war die Teilnahme von Wenckes Coach nicht geplant. Sie ergab sich allerdings zwangsläufig für uns aus dem Anspruch und der Verplichtung heraus, unsere Klientin bestmöglich zu begleiten, ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen zu stärken und für ihre Sicherheit und Gesunderhaltung im Rahmen der Möglichkeiten vor Ort im Rennen zu sorgen. In Absprache mit ihr war der Rest selbstverständlich.

 

Die gesamte NUKLEAR CREW, eine Ansammlung von sportbegeisterten Menschen, die alle im positiven Sinne einen kleinen Dachschaden besitzen, also Wenckes Coach, natürlich Wencke selber, ihr Lebenspartner und zwei befreundete Mitstreiter, machte sich an jenem denkwürdigen Samstag getrennt voneinander auf den Weg nach Ferropolis bei Dessau, um sich dem Extremsport hinzugeben. Personal Trainer Erik Eichholz kam gegen 18.00 Uhr zusammen mit Teamkollege Stefan an und sondierte ersteinmal das eindrucksvolle Gelände und das eine oder andere Hindernis.

Stefan und Personal Trainer Erik Eichholz vor der grandiosen Kulisse von FERROPOLIS

Inspektion der Hindernisse

Gegen 19.45 Uhr kamen dann langsam aber sicher alle anderen Läufer der Crew zusammen.

Tja und von nun an hieß es, die ansteigende Nervosität in den Griff zu bekommen, den Kohlenhydrat- und Flüssigkeitshaushalt weiterhin positiv zu beeinflussen, ohne sich "müde" zu essen und ganz praktisch notwendige Vorbereitungen für das Rennen zu treffen.

 

Jeder hatte da eine eigene Strategie. Allerdings kann man durchaus sagen, dass Warten nicht zu den Stärken aller Beteiligten gehörte. Wohl dem, der in einer solchen Situation einen eigenen Trainer hat oder auch nicht, gerade wenn dieser immer wieder zum Trinken mahnt, das Equipment überprüft und in Wenckes Fall auch noch das kinesologische Tapeband anlegt, um Verletzungsmöglichkeiten zu neutralisieren und muskuläre Unterstützung zu generieren.

Kohlenhydrate tanken, Muskeln und Gelenke tapen und warten auf den Start

Irgendwann war aber auch das geschafft und nach einer ausgiebigen Erwärmung erfolgte pünktlich 22.00 Uhr mit Pomp und Feuerwerk der Massenstart und Wencke und Erik machten sich auf den über 20 km gehenden Parkour mit insgesamt 40 Hindernissen.

Wir konstatieren zum wiederholten Male, dass unsere Klientin Wencke sich in höchstem Maße wacker geschlagen hat.

Die größte ihrer Sorgen im Vorfeld war definitiv die Bewältigung der Hindernisse und der Umgang mit den Menschenmassen. Doch diese Sorgen erwiesen sich als unberechtigt, denn die absolvierten Trainingseinheiten zur Vorbereitung hatten Wencke athletisch hervorragend eingestellt.

 

Gerade eines der tiefen Wasserhindernisse etwas gewöhnungsbedürftig, doch dafür hat man bei uns ja seinen Trainer dabei, der einen im Zweifelsfall mitzieht und als lebendes Ponton fungiert, zumindest in der ersten Runde. Außerdem erwies sich mindestens in einem Fall die körperliche Präsenz von Erik Eichholz als äußerst hilfreich, als ein überambitionierter Mitläufer sich zwischen Wencke und ihn drängen wollte und damit mit Sicherheit einen Sturz Wenckes provoziert hätte. So kam er hingegen in den Genuss eines harten und kompromisslosen Trainerellenbogens.

Die läuferische Leistung von Wencke kann man indes nicht hoch genug bewerten. Der Schweiß im Training und die Tränen bei den schmerzhaften Faszienbehandlungen waren aller Mühe wert.

Wencke hielt durch, ja sie überflügelte sogar ihren Trainer, der in der zweiten Runde das eigene Tempo herunterschrauben musste, weil ihn extreme Probleme mit der Achillessehne einschränkten.

In diesem Zusammenhang bedanken wir uns bei unserer Klientin, die sich wie ein wahrer Teamplayer verhielt, ihrem unter Schmerzen leidenden Coach nicht von der Seite wich und erst nach seiner Aufforderung, sie möge ihr eigenes Tempo laufen, an ihm vorbeizog.

Wencke zurecht stolz mit ihrer verdienten Medaille

Coach und Crew (v.l.n.r.): Personal Trainer Erik Eichholz, Wencke, Lukas, Erik, Stefan

Fazit:

 

Wencke ist eine absolute Kämpferin. Wir können nicht sagen, wo ihre Grenze sein wird und das ist gut so.

Wir sind stolz, sie zu trainieren und gerührt über die Anerkennung unserer Leistung an ihr durch ihren Lebenspartner.

 

Unsere Bemühungen um sie, unsere ausgefeilten Trainings- und Ernährungspläne, die unorthodoxen und klassischen Trainingsmethoden, die sportmedizinische Betreuung und nicht zuletzt auch die Unnachgiebigkeit im Trainingsprozess, bei der deutliche Worte fallen, Schweiß in Ströhmen fließt und manchmal auch die eine oder andere Träne, tragen Früchte. Gepaart mit ihrem Trainingsbiss, ihrer Disziplin und ihrem Durchhaltevermögen wurde seit Mai 2016 aus einer ganz netten Freizeitsportlerin mit Laufinteresse eine wahre Athletin, ein physisches und psychisches Kraftpaket.

 

Go Wencke, Go Wencke, Go!!

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Kommentare: 13
  • #1

    Hustlehoff (Donnerstag, 15 September 2016 15:50)

    Wie isn die druff?

  • #2

    Annette Neumann (Donnerstag, 15 September 2016 16:10)

    Ich bin von meinem eigenen Kind fasziniert..

  • #3

    Maximilian Braun (Donnerstag, 15 September 2016 18:58)

    Das können Sie sein, Frau Neumann. Das ist eine Spitzenleistung. Das Mädel ist einsame Spitze. Und wollen wir eine Wette abschließen, dass ihr Trainer nicht aufgegeben hat, obwohl er Probleme mit der Achillessehne hatte? Kann mir das jemand beantworten? Ich behaupte, dass er das nicht getan hat. Und wenn ich auch noch lese, dass er ihre Tochter körperlich abgeschirmt hat, damit ihr nicht passiert, dann muss ich wirklich lächeln, weil das so typisch ist. Ich hab es doch gesagt: Er wird sie nie im Stich lassen. Der Mann ist einmalig.

  • #4

    Stefan Böhnke (Donnerstag, 15 September 2016 22:22)

    Wencke, unser kleiner Flummi! War ein netter Ausflug. Ein Zeichen für uns von zu wenig Auslastung ist es, wenn du nach dem Zieleinlauf immer noch tanzen kannst ;D Schlimm

  • #5

    Matscher (Sonntag, 18 September 2016 12:50)

    Die Kleine ist ein ganz schönes Tier. Ich habe mir mal ihr Facebook Profil angeguckt...die hat sich ja ganz schön verändert...körperlich mein ich. Also das Training bekommt ihr ganz gut, aber Durchhalten kann sie ja auch. Ist auh nicht selbstverständlich. Nicht schlecht. So Frauen müsste es öfter geben.

  • #6

    Britta Sander (Dienstag, 20 September 2016 17:40)

    Viele Grüße aus Berlin Wencke. Ich gratuliere Dir zu diesem tollen Erfolg. Es ist für mich wirklich toll zu sehen, wie sich eine Frau durchbeißt und ich mag es wirklich sehr, wenn der Umgang mit ihrem (männlichen) Trainer auf Augenhöhe und partnerschaftlich abläuft. Das ist nicht selbstverständlich. Ich finde auch absolut in Ordung, dass er Dich sogar im Rennen begleitet. Toll! Ich habe mir mal die Videos angesehen, das ist alles ganz schön verrückt, aber auch total interessant. Bitte mach weiter so. Ich mag den Blog und die Geschichten.

  • #7

    Britta Sander (Dienstag, 20 September 2016 17:43)

    P.S. Wenn Deinem Freund sogar auffällt, dass das Training Dir gefällt und Du immer fitter wirst, dann ist das ein gutes Zeichen. Weiter so!!

  • #8

    Anja Naumann (Donnerstag, 22 September 2016 09:51)

    Gute Teamarbeit, das. ;-) Seid froh, dass ihr so eine "Allzweckwaffe" als Trainer habt. Sowas ist echt selten. Meiner sieht zwar gut aus, hat aber nichts zu sagen. Typischer Fitnessstudio-Fuzzi.

  • #9

    Andrè (Freitag, 23 September 2016 08:44)

    Ja, ja die Wencke ist schon...verrückt. Gera rockt!!

  • #10

    Brigitte (Mittwoch, 28 September 2016 10:25)

    Ziemlich quirlige Person, diese Wencke.

  • #11

    Käptn Blaubär (Mittwoch, 28 September 2016 19:33)

    Das ist ja eine scharfe Braut. Wo kann man die denn mal kennenlernen?

  • #12

    Jens Meyfarth (Mittwoch, 12 Oktober 2016 21:00)

    Ich finde den Blog ziemlich interessant und interessiere mich für ein Wettkampftraining bei Ihnen.

  • #13

    Erik Eichholz (Wenckes Trainer) (Donnerstag, 13 Oktober 2016 14:23)

    Das freut mich Jens. Du kannst gern unser Kontaktformular benutzen oder direkt an info@diebewegungsmelder.de schreiben. Dann können wir über die Möglichkeiten und Deine Wünsche sprechen. Vielen Dank für Dein Interesse. Sport frei!